Volltext: Internationales Centralblatt für Anthropologie und verwandte Wissenschaften, 8.1903

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B. Referate. Ethnologie. 
zwischen 21,5—23,2 °/ 0 . Der Längenbreitenindex des Kopfes schwankt von 
76,8—85,9, und zwar fehlen nach dem Topinardschen Schema dolichocephale 
Typen ganz, während 5 als mesocephal und 17 als subbrachycephal zu be 
zeichnen sind. Die höchsten Grade der Brachycephalie weisen die Maya 
und Totonaken auf. Sprachverwandte Stämme zeigen mehrfach grosse Diffe 
renzen. Die Form der Nase variiert sehr von den schmalen Adlernasen 
der Juaves zu den breiten flachen der Triqui, von denen aber nur etwa 
die Hälfte der Gemessenen als platyrrhin zu bezeichnen ist. Mesorrhinie 
wiegt bei den übrigen vor. 
Die Abhandlung macht dann noch spezielle Angaben über die einzelnen 
Stämme nach der Reihenfolge, in der sie untersucht wurden, unter Beigabe 
von 30 Doppelporträts, von denen sich lebensgrosse Reproduktionen im 
Besitz des Museums von Chicago befinden, interessant ist dabei die be 
merkenswerte Ähnlichkeit, die manche der abgebildeten Köpfe mit. plastischen 
oder gemalten Darstellungen aus der alten Zeit aufweisen. 
O. Ehrenreich-Berlin. 
209. Eduard Seler: Las excavaciones en Mexico. (Traducción) 
Annales del Museo Nacional de Mexico, 1902. Tomo VII, 
S. 235—200. Mit Abbildungen. 
210. Eduard Seler: El cuauhxicalli del telpochcalli del Templo 
mayor de Mexico. Ebendas. S. 260—262. Mit Abbildungen. 
In den Mitteilungen der Anthropologischen Gesellschaft in Wien, XXXI, 
S. 113—137 hat Eduard Seler über „die Ausgrabungen am Ort des Haupt 
tempels in Mexico“ gehandelt, die kürzlich in der Calle de las Escalerillas 
bei Gelegenheit von Kanalisationsarbeiten vorgenommen wurden und eine 
Anzahl schöner Funde zu Tage gefördert haben. Diese Arbeit ist ins 
Spanische übersetzt in die Anales del Museo Nacional aufgenommen und 
von Seler durch Beschreibung der Darstellungen auf zwei der ausgegrabenen 
Gefässe und auf der Rückseite von 3 Räucherlöffeln, die in dem deutschen 
Original nur flüchtig erwähnt sind, vermehrt worden. Freilich sind die der 
Untersuchung zu Grunde liegenden Abbildungen aus mexikanischen Zeitungen 
und die vorliegenden Photographien zu endgiltiger wissenschaftlicher Be 
stimmung oft nicht zureichend. Zunächst schildert Yerf. nach einer Zeichnung 
im Sahagun-Ms. in Madrid und der beigegebenen Erklärung die Baulich 
keiten in dem mitten in der Stadt Mexico befindlichen Tempelbezirk, dem 
Ort der gegenwärtigen Ausgrabungen. Dort erhob sich zur Zeit des mexi 
kanischen Reiches, von der „Schlangenmauer“ in weitem Rechteck umgeben, 
die ca. 120 Stufen hohe Hauptpyramide mit den beiden Celias des National 
gottes Uitzilopochtli und des Regengottes Tlaloc auf der Plattform. Ausser 
dem enthielt dieser Bezirk nur einige Gebäude, Anlagen und monumentale
        

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