Volltext: Internationales Centralblatt für Anthropologie und verwandte Wissenschaften, 8.1903

der Edelsteine, wodurch überhaupt Wirkungen hervorgebracht wurden. Im 
speziellen Teile werden die wichtigsten Edelsteine alphabetisch angeführt und 
besprochen. Dr. Oskar v. Hovorka-Wien. 
171. M. A. Palem: Der Stand der Frage über Zahnkaries. (Russ.) 
Zahnärztlicher Anzeiger, 1901. 
Es handelt sich im wesentlichen um eine Statistik der Kariesver 
breitung nach Geschlecht, Nationalität, socialer Stufe, anthropologischem 
Typus. Die Unterschiede, die an den aufgeführten Zahlen hervortreten, sind 
nicht sehr gross; die grössten Differenzen sind offenbar durch die Rasse be 
dingt, denn Yf. giebt an, dass kariöse Zähne bei 57°/ 0 Russen, dagegen 
nur bei 310/ Juden zur Beobachtung kamen. Ein hübsches Material — 
rund 10000 Individuen beiderlei Geschlechts betreffend — lag zur Unter 
suchung vor. Dr. Richard Weinberg-Dorpat. 
172. Newell K. Wardle: Evanescent congenital pigmentation in 
the sacro-iumbar région. American Anthropologist. N. S. 
1902. Vol. IY. S. 412 ff. 
Wardle giebt zunächst einen Überblick über die Litteratur dieses 
Gegenstandes und stellt dann eine eigene Hypothese über die Bedeutung 
dieser sakralen Pigmentierung bei dunkler gefärbten Massen auf. Er fragt: 
„Können nicht diese angeborenen, später verschwindenden Flecken gedeutet 
werden als die Kerne (nuclei) einer allgemeineren Pigmentierung, als die 
Gegend, in der die erste Ablagerung des den dunkleren Rassen eigenen 
Hautpigments stattiindet, und lässt sich ihr scheinbares Verschwinden nicht 
erklären durch das Dunklerwerden der ganzen Hautoberfläche,“ in dem dann 
die lokale Pigmentierung nicht mehr zu erkennen ist? 
Prof. Emil Schmidt-Jena. 
173. Paul Wilutzky: Vorgeschichte des Rechts (Prähistorisches 
Recht). I. Teil: Mann und Weib (Die Eheverfassungen). 
Breslau, Eduard Trewendt, 1903. 252 S. Preis geh. 6 Mk. 
Über die Entwicklungsgeschichte der Familie herrschen gegenwärtig 
bekanntlich drei verschiedene Anschauungen. Die eine, die älteste, verficht 
das bekannte Schema: Hetärismus — Gruppenehe; Endogamie — Exogamie; 
Raubehe — Kaufehe; Mutterrecht — Vaterrecht. Eine zweite Theorie hält 
die Einehe für ursprünglich und erklärt alle von der ersten Theorie als 
Beweismittel geltend gemachten Thatsachen sexueller Lockerheit für erst 
später eingerissne Verfallserscheinungen von nur episodischer Bedeutung. 
Eine dritte Auffassung, die zwischen der ersten und zweiten vermittelt, der 
zweiten jedoch näher als der ersten steht, hat jüngst Schurtz in seiner 
„Urgeschichte der Kultur“ und besonders in seinem Buch über „Altersklassen
        

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