Volltext: Internationales Centralblatt für Anthropologie und verwandte Wissenschaften, 8.1903

B. Referate. Anthropologie. 
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Vf. den gewöhnlichen Gyrus postcentralis dar, und Sperinos Sulcus retro- 
centralis superior eine Verbindung der stets vorhandenen parietalen und 
transparietalen Furchen, sowie der Sulcus retrocentralis inferior die inter- 
mediale Furche, welche den Gyrus angularis vom Gyrus marginalis zu trennen 
fliegt. Br. H. Lauf er-Giessen. 
166. Jas. G. Kiernan: Degeneracy Stigmata as basis of morbid 
suspicion. A study of Byron and Sir Walter Scott. The 
Alienist and Neurologist (St. Louis) 1898, Jan., Jul., Okt., 
1899 April, Okt., 1900 Juli und 1901 Jan., April, Juli, Okt. 
Verf. stellt die beiden äusserlich mit dem ganz gleichen Leiden, dem 
Klumpfuss, behafteten Dichter, Byron und Scott einander gegenüber. Mag 
dieser Vergleich auf Grund eines äusserlichen Merkmals beim ersten Blick 
ungerechtfertigt erscheinen, so muss vom anthropologischen Standpunkt aus 
diese Zusammenstellung als wissenschaftlich gerühmt werden, da der Klump 
biss, sowohl der angeborene wie der erworbene (mit Ausnahme des aus Ver 
letzung oder Gelenkerkrankung entstandenen) gewisse pathologische Vorgänge 
bn Centralnervensystem voraussetzt. Byron litt an doppelseitigem kon 
genitalen Pes equino-varus, der am stärksten rechts ausgebildet war und 
durch schlechte Behandlung verschlimmert wurde; Scott hatte rechtsseitigen 
Klumpfuss infolge akuter Kinderlähmung in frühester Jugend (Poliomyelitis 
anterior): also wichtige Unterschiede! Es wird nun gezeigt, wie auch die 
Erblichkeit, die Erziehung, das Milieu, die degenerativen Momente (trotz 
e mer gewissen äusseren Ähnlichkeit) fundamentale Verschiedenheit zwischen 
beiden Dichtern hervorrufen. Die sehr gelehrte Arbeit verfährt leider voll 
kommen unsystematisch und springt von einem Punkt zum andern, sodass 
aian sich nur schwer im Gedankengang zurechtfindet; hinzu kommen zahl- 
re iche Abschweifungen, die Verf. sich gestattet, um Genie und Entartung 
bei zahlreichen andern Grossen zu behandeln, sowie erklärungsbedürftige 
psychische Erscheinungen des Völkerlebens, wie die Grahamsehe Bewegung, 
Christian Science u. s. w. zu analysieren. Wegen diesen reichen Inhalt sei 
auf die ziemlich ausgedehnte Abhandlung selbst verwiesen. 
Dr. II. Laufer-Giessen. 
167. G. Sanna-Salaris: Sulla conformazione del padiglione deir 
orecchio nei Sardi normali, alienati, criminali e prostitute. 
Annali di Freniatria e Scienze affini del R. Manicomio di 
Torino, 1902, Vol. XII, c. 28 tabell. 
V. untersuchte die Ohren von 915 Sardiniern, und zwar Normale 
(3 160 und 9 56; Geisteskranke $ 207 und 9 144; Kriminelle $ 271 
9 55, und 22 Prostituierte. Indem er im Anschluss an Schwalb es 
Untersuchungen die verschiedenen Maasse und morphologischen Abweichungen 
h'tern. Centralblatt für Anthropologie. 1903. 10
        

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