Volltext: Internationales Centralblatt für Anthropologie und verwandte Wissenschaften, 8.1903

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B. Referate. Anthropologie. 
hebt er hervor, dass dieser von Pohl konstruierte Apparat ursprünglich er 
funden sei von einem Schüler Benedikts in Wien, dem im Jahre 1883 ver 
storbenen Dr. Pachz. 
155. Junichi Kikuchi: Untersuchungen über den menschlichen 
Steigbügel. Inauguraldissertation. Wiesbaden, Bergmann, 
1902. S. 23. 
Der menschliche Steigbügel, von welchem Yerf. 244 Exemplare der 
verschiedensten Rassen untersuchte, hat keineswegs eine konstante Gestalt, 
sondern variiert vielmehr in einem hohen Grade. Den grössten Längen 
durchmesser haben die Deutschen (3,39), den kleinsten die Ägypter (3,08); 
den grössten Breitendurchmesser die Peruaner (2,24), den kleinsten die 
Ägypter (1,98). Es giebt auch Geschlechtsunterschiede beim Steigbügel, 
indem der männliche länger, der weibliche breiter ist. Die Differenz von 
Kopf- und Basisseitenlänge der oberen Seite ist bei allen Rassen grösser 
als die der unteren. Die Form der Basis ist zumeist hemioval und hemi- 
elliptisch, ihre Länge ist beim chinesischen Steigbügel am grössten, beim 
ägyptischen am kleinsten. Von den Schenkeln des Bügels waren in den 
meisten Fällen (62°/ 0 ) beide gekrümmt; bei 5°/ 0 waren beide gerade, bei 
31 °/ 0 vorne gerade, hinten gekrümmt, 2 °/ 0 im umgekehrten Sinne. Die 
Höhe, die Breite und den Flächenraum des Spatium intercrurale war bei 
den Deutschen am grössten. X)r. Oskar v. Hovorka- Wien. 
156. Junichi Kikuchi: Das Gewicht der menschlichen Gehör 
knöchelchen. Zeitschr. f. Ohrenheilkunde, 1902. Bd. XLI, 
S. 1—3 
o. 
Die Gehörknöchelchen, von welchen J. K. 741 Stück wog, waren 
unter den Rassen aller fünf Weltteile bei den Chinesen am schwersten 
(Gesamtgewicht 6,096 cgr), bei den afrikanischen Negern am leichtesten 
(5,110 cgr). Er fand folgende Gewichts-Werte: 
im Durchschnitt 
Minimum 
2,35 cgr 
2,75 „ 
Hammer 
Amboss 
1,63 cgr 
1 74 
, * * n 
Steigbügel 0,28 „ 
0,16 
Während die Durchschnittswerte in Bezug auf die linke und rechte 
Seite eines und desselben Individuums keine nennenswerten waren, fand 
J. K. die Durchschnittsgewichte der Gehörknöchelchen beim Manne schwerer 
als beim Weibe, nur beim Steigbügel war das Yerhältnis ein umgekehrtes. 
Dr. O. v. Hovorka-Wien.
        

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