Volltext: Internationales Centralblatt für Anthropologie und verwandte Wissenschaften, 8.1903

B. Referate. Urgeschichte. 
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Ohr scheinen skythisch zu sein. Endlich sind aber auch die Schüssel- oder 
kesselförmige Gefässe mit einem Untersatz (Fig. 23) wohl skythische Formen. 
Prof. B. F. Kaindl-Czernowitz. 
144. L Rutowski: Szkielety i czaszki z cmentarzysk rzçdowych 
powiatöw Pionskiego, Piockiego i Sierpskiego (Skelette und 
Schädel aus den Reihengräbern Pîorisk, Plock und Sierpc). 
Swiatowit 1901. Bd. III, S. 49 ff. 
Die Schädel sind dolichokephal. Einer zeigt eine vernarbte, vollständig 
geheilte Wunde, die offenbar von einem Beilhieb herrührt. Rutkowski ent 
scheidet nicht, ob es echte slavische seien oder ob, wenn diese als brachy- 
kephal zu gelten haben, es sich um slavisierte Reste eines anderen Volkes 
(Germanen) handelt. Jedenfalls nimmt er die Langköpf 1er der Tumuli auf 
slavischem Boden, sowie die Kurzköpfler bereits als Zugehörige der Slaven 
1Q Anspruch. Prof. B. F. Kaindl-Czernowitz. 
145. W. Szukiewicz: Poszukiwania archeologiczne w powiatach 
Lidzkim i Trockim (Recherches archéologiques dans les distr. 
du Lida et Trocki). Swiatowit 1901. Bd. III, S. 1 ff. 
Bringt reichliche Nachrichten über Funde aus der Stein- und Bronze 
nt im Gouvernement AVilno. Zahlreiche gute Abbildungen sind beigegeben, 
-^ine Karte verzeichnet die steinzeitlichen Siedelstätten, Wallanlagen, Fund- 
°rte von Steinäxten, Fundorte von Bronzen, Tumuli mit Brandgräbern, 
Skelettgräber, Menhirs und dergl. Prof. B. F. Kaindl-Czernowitz. 
146. J. Kolski: Kamieri z „wanienkq Matki Boskiej“ (Der Stein 
mit der Badewanne der Mutter Gottes). Swiatowit 1901. 
Bd. III, S. 33 ff. 
Dieser Stein befindet sich im Dorfe Wrzqca bei Kalisz. Er weist 
Mehrere Vertiefungen auf. Kolski vergleicht ihn mit den bekannten Schalen 
steinen und hält ihn für den einzigen bisher auf dem Boden des alten Polens 
^achgewiesenen Opferstein dieser Art. Von ihm giebt der Verf. mehrere 
Abbildungen. — Ein S. 42 abgebildeter ausgehöhlter Stein entspricht 
ölc ht dem Typus der Schalensteine. Prof. B. F. Kaindl-Czernowitz. 
147. W. Szukiewicz; Kurhany kamienne w pow. Lidzkim, pub. 
Wilehskiej (Steintumuli im Distrikt Lida). Swiatowit 1902. 
Bd. IV, S. 40 ff. Mit Abb. 
Diese Gräber liegen beim Städtchen Zablocia. Sie rühren schon aus 
historischer Zeit her, zum Teil sogar schon aus dem 15. Jahrh. n. Chr. 
hbe Leichname sind in Gruben hineingelegt, über denen nach ihrer Ver 
hüttung Steinhaufen errichtet wurden (vergl. Swiatowit 1899, Bd. I, S. 33). 
Prof. B. F. Kaindl-Czernoivitz.
        

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