IV L. H. L E. Albert in Biebrich.
Huverphosphal, 20—25 "/» wasserlösliche Phosphor
säure zu 27 Pfg. per °/«. und zu 27 Pfg. für Früh-
sahrslieferung, salls die Bestellung nach dem 15. Sept. d. I.
eingeht, incl. Sack frei Waggon Biebrich, ohne Berechnung
der citratlöslichen Phosphorsäure.
IV D. H. L E. Albert in Biebrich
und
Müller, Packard L Co. in Wetzlar
gemeinsam.
Doppelphosphat, 38-44 °/° wasserlösliche Phosphor
säure zu 26 Pfg. per °/° ohne Berechnung der ca. 2—3 °/°
citratlöslichen Phosphorsäure (deren Werth die Fracht inner-
halb ganz Deutschlands deckt), und zu 26^/4 Pfg. für Früh-
sahrslieferung, falls die Bestellung nach dem 15. Sept. d.
eingeht. incl. Sack frei Waggon Biebrich oder Wetzlar ze
nach Wahl des Bestellers.
Bei beiden Firmen 1V^ und IV6 Ziel 30 ^.age,
Verzugszinsen event. 5 °/°, kostenfreie Analyse bei allen
Versuchsstationen Deutschlands; Bedingung: Versendung der
Proben in Glasflaschen und nicht in Blechdosen. Gültig
bis zum 1. Juli 1886.
V. Heiler L Co. in Vienenburg.
1. Ilrncivitat ans Koprolithen in zwei Präparaten
und zwar 25—30 °/o und 16 18 °/° Phosphorsüurc ent
haltend , von denen mindestens 90 °/o citratlöslich, zu
23*/° Pfg- incl. Sack frachtfrei Station Vienenburg bei
einer Rückvergütung von 2 Hs °/°. Ziel 3 Monat oder
1 l/ü °/o Skonto.
2 Superphosphat-Gysis, enthaltend 3 4°-° Phos-
Vborsüure llmd 60-70 °/° präcipitierten Gyps zum Preise
von 80 Pfg. per Ztr. excl. Sack bei 3 Monat Ziel (oder
1 -/s °/° Skonto) und einer Rückvergütung von
2 6° °,° bei einem Bezüge von 1000 Ztr.
4°/«....................................................5000 .,
6 »/« „ „ „ >, 15000 „ u. darüber.
Quantum 50—60000 Ztr. Kostenfreie Analyse in Ver
suchsstation Hildesheim für 1 und 2; gültig bis zum
1. Juli 1886.
VI. A. Schippau L Co., Freiberg in Sachsen.
Superphosphat-Gyps Nr. 1: 4—4'/s °/° freie lösliche Pphosphorsaure
I hs—2 °/° citratlösliche
65—75 °/° präcipitierten Gyps.
Preis: 1.90 M. per Ztr. lose, 2,10 M. mit Säcken,
2: 7'/s—7°/4 o/o freie lösliche Phosphorsüure
I hs—2sts o/g citratlösliche
55—65 o/o präcipitierten Gyps
Preis: 3 M. per Ztr. lose, 3,20 M. mit Sack
frachtfrei Freiberg in Sachsen oder Muldenhütten. Ziel
30 Tage. Rückvergütung 1'/4«/°, unter Kontrole aller Ver
suchsstationen. speziell in Döbeln; gültig bis 1. Juli 1886.Für alle diese Abmachungen ist Bedingung:
1. Die Vermittelung hat durch den Geschäftsführer
der Dünger-Abteilung zu erfolgen.
2. Für die Probenahme sind die Vorschriften des
Kainit-Vertrages vom 2. Februar maßgebend. (Probe aus
20 Säcken oder an 20 Stellen einer Waggonladung in
Gegenwart eines Beamten zu entnehmen; Oberprobe: Ver
suchsstation Halle a/Saale.)
3. Falls die Fabrik Zweifel an der Zahlungsfähigkeit
eines Bestellers hat, ist sie berechtigt, Vorausbezahlung zu
fordern, oder aber bei deren Ausbleiben nicht zu liefern.
4. Die Unterverteilung der Rückvergütungen erfolgt,
getrennt für die einzelnen Düngersorten, auf Grund des
Z 7 der Grundregel nach dein zum 1. Juli 1886 fälligen
Eingang derselben.
Außer den obigen Abmachungen 1 bis VI hat die
Dünger- (Kainit-) Kommission Vertrüge auf die Dauer von
3 Iahen abgeschlossen über den Bezug von Thomasschlacken
Phosphatmehl. Auf Anregung des Herrn Ritterguts
besitzers 1>> . Calberla auf Hirschfeld im Königreich Sachsen
dahin, die in den Thomasschlacken befindliche äußerst billige
Phosphorsäure-Quellc den Mitgliedern der Deutschen Land
wirtschafts-Gesellschaft auf die Dauer zu sichern, wurden
einerseits Erkundigungen über die diesjährig zu erwartenden
Resultate mit diesem Dünger eingezogen. Es ergab sich,
daß nachdem nunmehr die Fabrikanten das von Herrn Prof.
vr. Henneberg in Göltingen 1883 gestellte Verlangen einer
äußerst feinen Zerkleinerung nach Möglichkeit er
füllt haben, die Düngung mit dem Phosphatmehl aus den
Thomasschlacken der Jlseder Hütte sich auf Sandboden,
Moorboden und Wiesen und zu allen damit gedüngten
Früchten als gleichwertig mit der Prücipitat- und
Superphospat-Düngung gezeigt hat. Nach den
diesjährigen Erfahrungen, die soweit uns bekannt überall
gleichlauten, erscheint ein Zweifel an der Wirksamkeit des
feinst gemahlenen Phosphatmehls aus Thomasschläcken aus
geschlossen. Es hatte sich auch bei einer sehr starken Düngung
auf dem schweren Boden des Herrn 16. Ealberla gezeigt,
daß der Eisenoxidulgehalt der Schlacke keinen schädlichen
Einfluß ausgeübt hatte. Andererseits aber ergab sich, daß die
beste auf den Thomashütten Deutschlands gewonnene Schlacke
bereits auf Jahre hinaus in festen Händen ist. Eine Preis
erhöhung war bereits eingetreten. Somit hat der Referent
sich beeilt, unter Assistenz des Herrn vi-. Calberla (welcher
nunmehr einstimmig in die Kommission kooptiert ist), und
unter Zustimmung der Kommission, auf die Dauer von drei
Jahren mit den Firmen Hoyermann in Nienburg und
Bethge, Ohage L Potte in Magdeburg Vertrüge abzu
schließen. Der Inhalt derselben ist der folgende:
1. Die Firmen verpflichten sich, der Dünger-Abteilung
pro 1. Juli 1885/86, 1886/87 und 1887/88 je 100,000
Ztr Phosphatmehl aus Thomasschlacken, denen pro 1. Jul,
1886-87 und 1887/88 je weitere 100.000 Ztr. hmzutreten
zum Preise von M. 1,55 per Ztr. incl. neuem Sack, oder
M. 1,45 excl. Sack ab Peine, Schönebeck oder Nienburg
zur Verfügung bereit zu stellen.
2. Das Phosphatmehl muß eine Körnung haben von
66°/° unter 0,25 mm, 32°,° unter 0,50 mm, während
nur 2°/° gröber fein dürfen, und muß mindestens 18°/°
Phosphorsäure enthalten.
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