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Volltext: Anthropos, 23.1928

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Dr. Wilhelm Bayer, 
weniger, und so ist es mindestens sehr wahrscheinlich, den Skorpion als Eigen 
namen „SKORPION“ zu lesen.) 
559. Auf den Vasen Hier. I, XXXIV, 1, folgt 2mal auf H oru s ein ka\ an 
sich könnte man das als „Horus KA“ lesen und an den Abydos-Fürsten 
denken. Das wird aber unmöglich dadurch, daß auf der gleichen Vase die sogleich 
zu besprechende Inschrift „K a des (Fürsten) SKORPION“ steht. Man wird 
also lesen müssen „K a des H o r u s“, d. i. des Königs. 
560. 7 mal (Vasen Hier. I, XXXIV, 1, 1 a, 2 b, 2 c, 3, 5) ist vom K a des 
Königs die Rede, wobei König zweimal durch Horus gegeben wird, 559 und 
sonst durch den Personennamen SKORPION. 
Vielleicht waren diese Vasen für das Grab des Königs bestimmt. Wie dem 
auch sei, jedenfalls ist der I< a des Königs erwähnt, und zwar hat er wohl 
mindestens zweimal (2 b, 2 c) und vielleicht auch sonst noch das Attribut des 
„ Leuchtens“ cha. 
561. In einem Stadtnamen der Tafel Rech II, III kommt ein Vogel vor, 
der vielleicht, aber nicht sicher, ein IBIS ist. Möglich ist, daß weitere Elemente 
des Namens dieser Stadt nicht genannt waren, so daß einfach von der Eroberung 
der Stadt des IBIS die Rede ist. 
Das vordynastische Material unter Ausschluß des durch Fürsten datierten. 
Schon früher gaben wir eine kurze Aufzählung der vordynastischen Fried 
höfe, die für unsere Arbeit in Frage kommen. Wir können also gleich mit der 
Aufzählung des Materials beginnen, das, wie schon bemerkt, fast nur aus Marken 
besteht, die aber nicht Eigennamen der Formel R xy nennen. Eine sachliche 
Ordnung ist hier wohl empfehlenswerter als eine chronologische. 
Horus- Falke. 
562. Einige, doch im Verhältnis zur Gesamtzahl der Marken sehr wenige 
Marken, geben Vögel. Einige dieser Vögel könnten wiederum Falken sein. (Bes. 
Diosp. XX, 31, 32; XXI, 51.) Ob aber wirklich Falken gemeint sind, ist sehr 
fraglich, denn einen grobskizzierten Vogel kann man leicht für einen Falken halten. 
„G o 11“. 
563. Vom ganzen Material könnten wohl nur die zwei Stücke Nagada LIV, 
270 und 293 das Zeichen neter „Gott“ nennen, doch ist auch das unsicher. (Für 
ein weiteres Stück vgl. 565 d.) 
Flügelsonne. 
564. Das schmetterlingsähnliche Zeichen, das in dynastischer Zeit wahr 
scheinlich die Flügelsonne bedeutet, kommt mehrfach vor. 
ü) Nagada. Taf. LIII, 127—137, 140—145 und zuweilen vielleicht auch 
sonst noch; also mindestens 15 mal. 
b) Diospolis. Taf. XXI, 80—85, 98, 108, 112, also mindestens in 9 
Stücken, die alle aus später vordynastischer Zeit sind. 
Sonne. 
565. Das in dynastischer Zeit so häufige Zeichen für Sonne kommt 
auch jetzt nicht selten vor.
	        
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