512
Dr. Wilhelm Bayer,
weniger, und so ist es mindestens sehr wahrscheinlich, den Skorpion als Eigen
namen „SKORPION“ zu lesen.)
559. Auf den Vasen Hier. I, XXXIV, 1, folgt 2mal auf H oru s ein ka\ an
sich könnte man das als „Horus KA“ lesen und an den Abydos-Fürsten
denken. Das wird aber unmöglich dadurch, daß auf der gleichen Vase die sogleich
zu besprechende Inschrift „K a des (Fürsten) SKORPION“ steht. Man wird
also lesen müssen „K a des H o r u s“, d. i. des Königs.
560. 7 mal (Vasen Hier. I, XXXIV, 1, 1 a, 2 b, 2 c, 3, 5) ist vom K a des
Königs die Rede, wobei König zweimal durch Horus gegeben wird, 559 und
sonst durch den Personennamen SKORPION.
Vielleicht waren diese Vasen für das Grab des Königs bestimmt. Wie dem
auch sei, jedenfalls ist der I< a des Königs erwähnt, und zwar hat er wohl
mindestens zweimal (2 b, 2 c) und vielleicht auch sonst noch das Attribut des
„ Leuchtens“ cha.
561. In einem Stadtnamen der Tafel Rech II, III kommt ein Vogel vor,
der vielleicht, aber nicht sicher, ein IBIS ist. Möglich ist, daß weitere Elemente
des Namens dieser Stadt nicht genannt waren, so daß einfach von der Eroberung
der Stadt des IBIS die Rede ist.
Das vordynastische Material unter Ausschluß des durch Fürsten datierten.
Schon früher gaben wir eine kurze Aufzählung der vordynastischen Fried
höfe, die für unsere Arbeit in Frage kommen. Wir können also gleich mit der
Aufzählung des Materials beginnen, das, wie schon bemerkt, fast nur aus Marken
besteht, die aber nicht Eigennamen der Formel R xy nennen. Eine sachliche
Ordnung ist hier wohl empfehlenswerter als eine chronologische.
Horus- Falke.
562. Einige, doch im Verhältnis zur Gesamtzahl der Marken sehr wenige
Marken, geben Vögel. Einige dieser Vögel könnten wiederum Falken sein. (Bes.
Diosp. XX, 31, 32; XXI, 51.) Ob aber wirklich Falken gemeint sind, ist sehr
fraglich, denn einen grobskizzierten Vogel kann man leicht für einen Falken halten.
„G o 11“.
563. Vom ganzen Material könnten wohl nur die zwei Stücke Nagada LIV,
270 und 293 das Zeichen neter „Gott“ nennen, doch ist auch das unsicher. (Für
ein weiteres Stück vgl. 565 d.)
Flügelsonne.
564. Das schmetterlingsähnliche Zeichen, das in dynastischer Zeit wahr
scheinlich die Flügelsonne bedeutet, kommt mehrfach vor.
ü) Nagada. Taf. LIII, 127—137, 140—145 und zuweilen vielleicht auch
sonst noch; also mindestens 15 mal.
b) Diospolis. Taf. XXI, 80—85, 98, 108, 112, also mindestens in 9
Stücken, die alle aus später vordynastischer Zeit sind.
Sonne.
565. Das in dynastischer Zeit so häufige Zeichen für Sonne kommt
auch jetzt nicht selten vor.