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Mir kenn' uns, sogt er,
Schon zwoanzig Johr, sogt er,
Zwoanzig Johr verheirat, sogt er,
Dann is gor, sogt er.
Bual, hörst, sogt sie,
Du muaßt mih verstehn, sogt sie,
Du muaßt mit mir, sogt sie,
Zum Herrn Pforra geh'n.
Die Heirat.
Aus Stiegs Samnmilung, Seite 55.
Wenn ih amol heirat, aft muaß oane sein,
Sie därf nit z'viel essen und trinken koan Wein,
Vom Bier muaß ihr gransen,
Aft werd'n wir hausen,
A Geld muaß sie hob'n und a Haus,
Sonst wird aus der Heirat nix draus.
In der Früah will sie hob'n 'n Kaffee,
War viel gscheiter sie trinkat 'n Tee,
Auf die Wirischaft muaß sie schaun,
So ghört 's holt für die Frau'n,
Durch so wos kommts Geldl ins Haus
Und d' Modi bleibt olliweil aus.
Noch der Modi will sie hobn ihr Gwond,
War viel gscheita, sie nahmat 'n Besen in d' Houd,
So kommt 's Geld aus der Tasch'n,
Schön heimli tut sie 's vernasch'n,
Wenns mir a so mochat mei' Weib
Ih schlogats glei tot mit 'n Scheit.
Wenn ihs hoamkemm tua mit 'n Rausch,
Därf ihr 's Weibl mochen gar nix draus,
Sie muaß mih nehmen beim Handerl
Und ausziag'n mei Gwanderl,
„Mei liaber Monn“, muaß sie sog'n,
„Geh, loss' dih in's Bett einitrog'n!“