Volltext: Anthropos, 29.1934

Beitr. z. Ethnographie d. Guarani-Indianer im osti. Waldgebiet v. Paraguay. 
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Beiträge zur Ethnographie der Guarani-Indianer 
im östlichen Waldgebiet von Paraguay. 
Von P. Franz Müller, S. V. D., Buenos Aires. 
Inhalt: 
Einleitung. 
1. Religion, Kultus und Kultusgegenstände 
der Guarani Paraguays. 
a) Die religiösen Anschauungen der 
Mbyá. 
b) Die religiösen Anschauungen der 
Pan’. 
c) Die religiösen Anschauungen der 
Chiripá. 
2. Politische Attribute. 
3. Musikinstrumente und Liedertexte. 
4. Hausbau. 
5. Haus- und Küchengeräte. Mobiliar. 
6. Waffen. Jagd- und Fanggeräte. 
7. Spielzeug und Spiele. 
8. Bekleidung. 
9. Schmuck. 
10. Werkzeuge und Gebrauchsgegenstände. 
11. Transport- und Verkehrsmittel. 
12. Genußmittel. 
13. Drogen und Medikamente. 
14. Magie, Zauberei (und Aberglaube). 
15. Schlüssel zu den zoologischen und bo 
tanischen Termini. 
Einleitung. 
Auf besondere Veranlassung hin wurden im Jahre 1924, unabhängig 
voneinander, auf den beiden Missionsstationen Pto. Bogarin 1 und Camperà 2 
Sammlungen ethnographischer Gegenstände für die 1925 eröffnete inter 
nationale Ausstellung im Lateranensischen Missionsmuseum in Rom veran 
staltet, welche bezweckten, den gesamten materiellen Kulturbesitz der Guarani- 
Indianer Paraguays aufzuzeigen. 
Durch die Ungunst der Verhältnisse konnte, wie es wünschenswert ge 
wesen wäre, die Sammlung aus Pto. Bogarin in die hier folgende Darstellung 
nicht hineingearbeitet werden. 
Die aus Camperà gesandte Sammlung stellte lückenlos die gesamte Ergo 
logie der Chiripä-Pan’-Kultur dar. Von der Mbyä-Kultur konnte nur ein Aus 
schnitt von 41 verschiedenen Objekten (mit den Multiplikaten zusammen 
130 Gegenstände) gesammelt und gesandt werden. Diese bruchstückweise 
Sammlung wird durch jene aus Pto. Bogarin wertvoll ergänzt. 
Um so bedauerlicher ist es, daß, wie aus eingegangenen Nachrichten er 
sichtlich, von den 230 verschiedenen Gegenständen (die Multiplikate nicht ein 
gerechnet) nur 157 Gegenstände (einschließlich der Multiplikate) ihren Zweck 
erreicht haben. Welches Schicksal die übrigen 73 verschiedenen Nummern, 
darunter wertvolle, charakteristische, für die Wissenschaft noch nicht nach 
1 Gegründet 1910 am mittleren Lauf des Mondayflusses unter dem Mbyä-Stamm. 
2 Gegründet 1920 am Jejuiguasüfluß unter den Pan’- und Chiripä-Stämmen. Beide 
Missionsstationen wurden 1924 aufgegeben. 
Anthropos XXIX. 1934. 12
	        
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