Volltext: Zeitschrift des Vereins für Volkskunde, 22.1912

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Neubaur , Brunner : 
verlegt1 ) und zum Neudruck des Volksbuchs sich ohne Zweifel durch die schaft mit Eitzen , dem 'durch sein in truck gegebene Schrifften berümbten Mann' — Bemerkung im Eingange jener Schrift — . mit dem er jahrelang an selben Orte gelebt hatte , bestimmen lassen . Dass ihn aber auch der Inhalt des Volksbuchs interessierte , ergibt sich aus dem von ihm eingefügten Zusatz über ein vorher nicht gemeldetes Auftreten des Juden zu Danzig 154G , woselbst ihn ein Bremer Bürger gesehen haben sollte . Für Wegener ist Ahasvérus nicht die Personifikation einer Idee gewesen . 
Elbing . Leonhard Neubaur . 
Bericht über die Yerbandstagung in Giessen . 
Am 28 . und 29 . September fand in Giessen eine Vertreterversammlung des Verbandes deutscher Vereine für Volkskunde statt . Der Berliner Verein für Volkskunde wurde von dem Vorsitzenden , Herrn Geh . - Rat Prof . Dr . Roediger , vertreten . Der Vorstand des Verbandes wurde einstimmig wiedergewählt . Den Vorsitz führt Prof . Dr . John Meier in Freiburg i . Br . 
Den Bericht über die Fortschritte der Hauptstelle des Verbandes deutscher Vereine für Volkskunde in Hamburg erstattete Prof . Dr . Lauffer , Direktor des Museums für Hamburgische Geschichte . Es wurde darauf hingewiesen , dass eine regere Förderung der Hauptstelle durch Einsendung von neuer Literatur , bogen , Abbildungen usw . im allgemeinen Interesse des Verbandes liege . 
Bezüglich des vom Verbände herauszugebenden volkskundlichen Fragebogens wurde beschlossen , im nächsten Jahre einen Entwurf des hierfür eingesetzten Ausschusses vorlegen zu lassen . — Zum Punkte 'Bibliographie der Volkskunde' teilte Herr Prof . Dr . Helm mit , dass Herr Dr . Abt in Mainz als Redakteur wonnen sei und dass demnächst mit dem Druck neu begonnen werden soll . 
Für das vom Verbände herauszugebende Erksche Volksiiedmaterial , das aus mehreren tausend im Volke gesammelten handschriftlichen Volksliedern besteht , wurden Druckproben vorgelegt . Die Kosten sollen durch Subskription aufgebracht werden . 
Die Regelung der Beiträge zum Verbände deutscher Vereine für Volkskunde wurde entsprechend den Vorschlägen des Verbands Vorstandes beschlossen . Danach haben die dem Verbände angehörigen Vereine einen jährlichen Beitrag von 2' / s pCt . der tatsächlichen Mitgliederbeiträge an den Verband zu entrichten . Eine Ausnahme hiervon wird für solche Vereine zugelassen , welche nicht ausschliesslich Volkskunde pflegen . Der Beitrag der Museen und Anstalten beträgt 20 Mk . Dafür erhalten die Verbandsmitglieder ein Exemplar der jährlichen volkskundlichen Bibliographie gratis . Bedenken gegen die Höhe des Beitrags wurden von den Vertretern des Berliner und des sächsischen Vereins für Volkskunde erhoben , doch blieben sie in der Minderheit . — Ebenso wurde der Entwurf einer einkunft des Verbandes mit dem Folkloristischen Forscherbunde ( FF . ) dem schlage des Vorstandes entsprechend angenommen . Der Wortlaut der beiden 
1 ) Innerhalb der Jahre 1582—1590 ( 91 ) hatte er mindestens fünf Werke Eitzens gedruckt , deren zum Teil recht lange Titel ich aus Baummangel nicht aufführen kann . Exemplare davon in Berlin , Greifswald , Hamburg , Kiel , Königsberg , Bostoek . Er verlegte auch noch manches andere , z . B . Gelegenheitsgedichte in dänischer Sprache , vgl . A . Niemann , Miszellaneen zur Kunde von Schleswig und Holstein 2 , 172 f .
	        
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