Volltext: Zeitschrift des Vereins für Volkskunde, 22.1912

Die Halligwohnstätte . 
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es , wenn Seewasser in den Feeding schlägt , wodurch sein Inhalt fürs Vieh unbrauchbar wird . Yorsichtige füllen daher bei drohendem starken wasser alle vorhandenen Gefässe und bringen diese im Hause oder sogar auf dem Dachboden in Sicherheit . Ist nur wenig Salzwasser in den Feeding eingedrungen , so lassen sich Unerfahrene verleiten , das Wasser für unverdorben zu halten , da das Salzwasser sich zu unterst ansammelt , später aber doch entfernt werden muss . Schlägt aber der ganze Feeding voll , so ist alsbald das Yieh dem Durste preisgegeben und es müssen die Tiere aus glücklicheren Nachbarfeedingen getränkt oder in andere Ställe 
Abb . 7 . Garten und Feeding . 
und Werften verteilt werden . Ist auf der ganzen Hallig kein Süsswasser , so muss es im Boot von Föhr oder Husum geholt werden . Die fernung des eingedrungenen Salzwassers erfolgt durch ein zweites Feedensil , das durch die Werft hindurch aufs Halligland , vielfach in den gleich zu erwähnenden 'Edel ( g ) rov' , fliesst . Nach dem Ausflusse aus der Aussen - öffnung wird es durch eine seichte Rinne ( 'Sidlings' ) weitergeleitet und schliesslich durch die Priele dem Meere zugeführt . Da das Feedensil innen etwa I m über der Werftsohle anfängt , so muss der übrige Inhalt wieder mittels Eimer in die mit einem Einguss zu versehende Silöffnung geschöpft werden . Dies 'apâse' ist eine schwere Arbeit , und die leerung des Feedings dauert etwa zwei Tage . 
Um das 'apâse' zu erleichtern , dient eine Vorrichtung 'Wip' genannt : an einem Gerüst aus drei Balken hängt an einem Strick eine Art grosser
        

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