Volltext: Zeitschrift des Vereins für Volkskunde, 22.1912

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Häberlin : 
Auch für die Halligbesiedelung sind in die Augen springende Vorteile nicht erkennbar , und wenn wir erwägen , wie oft die Bewohner genötigt waren , bedrohte Werften zu verlassen , ihre Häuser abzubrechen und auf neuen Werften zu errichten ( Lorenzen a a . 0 . erzählt , dass dies bei Menschengedenken mit fünf Werften der Fall war , ebenso ist es noch jetzt ) , so stehen wir vor einer schwer verständlichen Erscheinung . 
Die zur Flutsicherheit auf den flachen , unbedeichten Inseln nötigen künstlichen Bodenerhöhungen wurden nach den Erfahrungen der höchsten 
1 . Feeding . — 2 . Rulings . — 3 . Uas . — 4 . Wip . — 5 . Sue - Sil . — 6 . Sue . — 7 . Pumpe . — 8 . Einguss . — 9 . Sil zum Ableiten . — 10 . Sil zum Zuleiten . 
Wasserstände aufgeworfen . Die Höhe der gegenwärtigen Werften ist 3 — 5 m , und es ist deutlich , dass sie zu verschiedenen Malen erhöht wurden . So fanden sich , als vor wenigen Jahren beim Umbau des Pastorats auf Hooge eine Zisterne bis zum Halligniveau gegraben wurde , alte Fundamente , das erste in 1 m Tiefe , das zweite abermals 1 vi tiefer ( Häberlin a . a . 0 . ) . Die Erhöhungen sind zum Teil deutlich an der Linie der Werftböschung zu erkennen , z . B . auf Mitteltritt - Hooge , wo nach der Flut von 1825 die Werft 1 m erhöht wurde . Auf Hunnenswerft - Langeness findet man zwei Fuss unter dem jetzigen mit Geröllsteinen gepflasterten Gartenweg einen zweiten ebensolchen . Auch im Innern des Hauses wurde kurzerhand auf dem früheren Fussboden ein Fuss Erde aufgeworfen .
        

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