Volltext: Zeitschrift des Vereins für Volkskunde, 22.1912

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Häberlin : 
Mauersteine im Verbände gelegt seien , ist unzutreffend ; wohl ist diese Bauart von einigen Hünengräbern bekannt , doch nirgends von hügeln . Eine Zeitbestimmung der Gründung einzelner Halligwerften istr wenn bei einer gelegentlichen Zerstörung eine Werft sachverständig sucht wird , wohl möglich . Bis jetzt aber ist es durchaus unsicher , wann die Halligen besiedelt wurden , doch scheinen sie weit jünger zu sein als die alten Dithmarscher Wurten . 
Urkundlich zuerst genannt wird Oland im Jahre 1230 im Erbbuche Waldemars II . , der dort ein Jagdhaus hatte . Die ebendort genannte Insel Gästänacka ist wohl = Langeness - Nordmarsch und Hwälä minor 
Abb . 1 . Gesamtansicht einer Werft . 
= Hooge und Norderoog ; Hwälä maior = Nordstrand und einige kleinere Inseln1 ) . Hooge wird um 1350 genannt ( Brunsche Kirchenliste ) , ebenso Nordmarsch , Langeness , Habel ; Gröde 1450 , Budwehl 1470 , Norderoog , Süderoog 1597 , die Werft Heiligenley auf Nordmarsch 1604 ( auf einem vor kurzem aufgefundenen Grabstein der „ Seoligen Cateryne Knutsen " ) . . 
Man geht kaum fehl mit der Annahme , dass die ersten menschlichen Ansiedelungen der schleswig - holsteinischen Westküste auf der vor Meeresfluten sicheren Geest lagen , von wo wohl die Marschsiedelungen ausgingen , die der Yiehhaltung galten . Später zeigte sich das gekehrte : als die Halligen durch Wasser litten , kamen deren Bewohner als Flüchtlinge nach der Geest , Husum , Föhr usw . Die von Plinius . 
1 ) Vgl . Sach a . a . O . S . 2 ; Reimer Hansen a . a . 0 . Sach denkt bei Hwälä an fries * , wal = Strand ; auf Hooge findet sich der Flurname Eiwal .
	        
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