Volltext: Zeitschrift des Vereins für Volkskunde, 22.1912

Kleine Mitteilungen . 
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9 . Jung Loebbecke vor allen Musketier und Füselier — 
Den Degen hoch gehoben , Der war der erste droben , Hurrah ! auf Schanze vier . 
10 . Mit Bajonett und Kolben Musketier und Füselier ! 
So fegten sie den Tempel , Heraus den ganzen Krempel , Hurrah ! aus Schanze vier . 
11 . Es lebe unser König , 
Musketier und Füselier ! 
Hoch oben auf dem Plane , 
Da weht die preuß'sche Fahne — 
Hurrah ! auf Schanze vier ! 
12 . Die Dreiundfünfz'ger Jungens , Musketier und Füselier , 
Westfäl'sche Landeskinder , 
Die warn die Landeskinder [ 1 . Überwinder ] Hurrah ! der Schanze vier . 
II . Brigade Goeben1 ) . 
Mei . : Wacht am Rhein2 ) . 
1 . Wer ist die Schar voll 
kraft 
Und hellem Geist , die nie erschlafft , Wo es den Feind zu schlagen gilt , Wo's ein gefährlich Wagen gilt ? Brigade Goeben voller Mut , 
Stets Schreck dem Feind , stets Ruh im Blut . 
2 . Bei Rackebüll im lust'gen Tanz , Da lernt' der Feind uns kennen bald . Er denket dran noch oft fürwahr , Daß ihm gemacht den Standpunkt 
klar 
Brigade Goeben . . . 
3 . Wer naht in frühster Morgenzeit Dem Feind sich mit Verschlagenheit ? Hebt Posten und Feldwache auf , 
Wohl vierzig Mann ? Kein schlechter 
Kauf ! 
Brigade Goeben . . . 
4 . Die Ravenskoppel , Rackebüll — Wir nahmen's trotz Hurrahgebrüll , Und stellten , trotz des Ausfalls Macht Dicht vor die Schanzen die Feldwacht . Brigade Goeben . . . 
5 . Und wenn auf Vorposten wir stehn , Wünscht er , daß wir zum Teufel gehn . 
Denn immerdar wird recognosziert , 
Er an der Nas' herumgeführt . 
Brigade Goeben . . . 
6 . Wenn auch die Zeitung von uns schweigt , Der Feind auf uns mit Grauen zeigt ; 
Denn es bezeiget ihre Spur Mit Taten , nicht mit Worten nur Brigade Goeben . . . 
7 . Damit in diesem heil'gen Krieg Wir noch erringen manchen Sieg , 
Beschütze Gott den Kommandeur Und die Getreuen um ihn her . 
Brigade Goeben . . . 
III . De Schanzen . 
Dat Dänenvolk , et wor tu doli , Et nom den Monk gewaltig voll , On dät sogar seek ongerstonn Met uss on Östrick losstugonn . Sie satten seek in't Danewerk fest ; Min Gablenz porrte se ut das Nest . Bi Abeselk onn Översee Do dät hä öhr abscheulich weh ; 
Se moken foz seek op de Bên On lêpen geschwent no Düppel hen . Nu können gätt uss gestölen sin , So dachten sie en Öhren Sinn ; ! Wie weit enk hübsch wat flöten donn , Gätt könnt do Johrelang werstonn ! Mer nu ! gönnt ock noch êmol an , Hie troffen sie wiär ehren Mann . 
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1 ) Generalmajor v . Goeben kommandierte die 26 . Infanterie - Brigade . Das Gefecht von Rackebüll fand am 17 . März statt ( Der deutsch - dänisch e Krieg 2 , 403 ) . 
2 ) Über die frühe Verbreitung dieser 1854 von K . Wilhelm in Krefeld komponierten Melodie vgl . oben 16 , 441 .
        

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