Volltext: Zeitschrift des Vereins für Volkskunde, 22.1912

Kleine Mitteilungen . 
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smiten kann , de is herr . Na , de ries' , de nimmt de äx un smitt ehr tohöch , un se kümmt gar ne wa' dal ( ? ) . Un de jung , de steiht un kikt iimmer tohöch . Wat kiks du ? secht de ries' . Ja , ik kik na den mqn , dar wull ( will ? ) ik ehr herin smiten , secht de jung . Ah , dat 's je doch man schad' ! Denn schall he dat smiten \v§sen laten . Nu hett he dar 'n hörn , ( 'n ) waldhörn . De dar am dullßen op blasen kann , de schall herr wgsen . Nu blqst de ol ries' so dull , un do flücht de bengel na de wichel herin yun den wind . O , wat wullt du ? secht de ries' . Ik will mi 'n w§d' sniden un will s' üm 't hörn wickeln , dat dat ne platzen deit . 0 , dat wer man schqd' ! Denn schull he man wa' hendal kam'n . 
Aus 7 . Von Möller ( die Motive v und w' ) : . . kumm man mit na min hus . . ol sloß . . ganz verfall'n . . ( do liggt dar ) ber — un kymankers . . ( wiillt ) ers ên'n drinken . . ( de ries'j kricht ( 'n ) anker vor 'n kopp un stippt ( 't ) anker lerdi . . de anner hett 'n lerdi fqt , de secht : Ik heff min al lerdi . . büß mi çwer . . ( de ries' ) ward dun . . ( dat ) ward abend . . nu lech ( di ) hier man in 't bett un slap bet morgen . . as ( hê ) rin will , ( liggt dar ) so vçl minschen , ( de ) hett he all' den kopp afhaugt . . hê kümmt bi un lecht sik ünner 't bett . . ( do ) denkt de ries' : Hê slöppt . . groten degen . . sleit çwer dat bett un will ( em den ) kopp afslagen . . denkt : ( De ) is je dot — ( hê ) is je dun — . . geiht ligg'n un slöppt . . de snider ünner 'n bett , ( de denkt ) : Den' aas wiß anschiten ! . . kümmt bi un nimmt ( den ) groten degen un haugt em den hals dörch . . do werre na 'n köni . . ( den ) riesen heff ( ik ) dot haugt , ( de ) is ut de welt . . fôhrt hen . . jq . . 
Varianten zu den e - Motiven . 
Zu li . Gewöhnlich ist nur von einem Vogel die Rede . In 15 ist es , wie oben in 2 , 'n dacklünk , in 12 'n kanarr'nvagel , in 19 . 23 'n lerch , in 10 'n 'Blau - Quçk - Stêrt ( Bachstelze ) , den er dem Riesen in der hohlen Hand zeigt und den dieser für einen blauen Stein hält . Nur in 4 hat er sich den Vogel gekauft . In 6 . 12 lässt er sich ihn liefern . In der Regel hett he sik em grçpen oder fung'n ( fangt : 10 ) , oder f^t krçgen oder vun 't ( ut 't ) neß nam'n . In 19 hat er seine Mütze über das Lerchennest geworfen und bittet sich dann vom König für die vier Wochen , die er noch 'respit' verlangt , ein Bauer aus . In 4 . 25 sagt er von seinem Vogel - Stein , er habe ihn oben ( in de luff ) fest geworfen , in 15 , hê hett de wulken fat kregen . Sonst immer nur : Hê kümmt gar ne weller oder kümmt gar ne wa' d^l . In 16 handelt es sich nicht darum , wer am höchsten werfen könne , sondern der Riese fragt , ob hê 'n stên weg smiten kann in de luff , de brumm't . Ich innere mich lebhaft , wie das für uns Jungs das höchste war . Auf der Erde brummen lassen konnten wir ihn auch . 
Zu i . In der Hand zerdrückt wird in der Regel ein Käse , und zwar in 4 . 6 . 10 'n kçmkees' , wofür sich in 15 . 16 der Ausdruck 'pimkees " ( pimpkees' ) findet . In 11 ist es 'n röttigen kees' . In sind es vogeleier , in 18 drê verrött appeln , in 21 , " 22 ( Dithmarschen ! ) ein Kloß , in 25 'n pêrkçtel ( in 7 Kirschen ? ) . Wo er den Käse her hat , das wird bald so , bald so erzählt . In 19 lässt er sich auf der Wanderschaft in einem Haus vor 'n sößling 'kees'melk' ( dicke Milch ) geben . Hê kricht dat lang' ne ut und steckt den Rest in die Tasche . Dass er dann die vier Wochen 'respit' über mit seiner kees'melk in der tasche herum läuft , daran nimmt der biedere Heinrich keinen Anstoss . Dass die Lerche in ein Bauer kommt , dafür sorgt er . Die Frage stellt in der Regel der Schneider . Und zwar fragt er den Riesen in 4 , ob er mit beiden Händen einen Stein entzwei drücken könne ; er wolle nur eine nehmen . Oder er fragt : Kanns du water ut 'n stên drücken ( 10 ) oder kneifen ( 22 ) oder dar saff rut drücken ( 18 ) oder 'n stên
        

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