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Bacher :
haus , da kaz afa heart on an pésom ( pésum ) híntar da tttr , on déna rftaf - an wídar on ktt :
Hö , Jaggl Hçal ,
Ai ( l ) , nim - an dain tçal ! on déna gea on le' d« ? nidar an pet , ma antslav net , stéa wáxant on pêt o - lai , Iii san z' séga , was - da ( bas - da ) gasêgat .
On asö hat - 's gatant díza arm waiba .
Balama bal - 's is gawëst pala das úa an da naxt , is - ar kent dar Jaggl Hçal on ( h ) at köt : „ 's is bol ás - do hast an hunt an haus , da kaz afn heart on an pésom híntar da tttr , sa - nÖ bolast - ( d ) o bol se® , bás - i - dar tttanat . " On dena hát - ar ga - nump saï halbas waiba on is gant .
Das arm waibla hat gapëtat on ga - waxt on geliisant da ganz naxt on ^h ) at gahçart als , bäs ar hat köt on bas ar hat gatânt . Mórgas is ( - 's ) áugastant , ma 's is gawëst mearar tçat bas lenta yo dar vor't , bö - 's hat gahat , on ( h ) at köt :
„ Nimar mear ándarst bárt - i net rüavan an Jaggl Hçal ! "
Bemerk . : Die Sage vom „ Jaggl Hçal " ist auch im Fersenthaie bei Pérsan ( Pèrdine ) unter den dortigen Deutschen bekannt und zwar noch ausführlicher . Hans Nikolussi - Leck , ehemals Lehrer in Ausser - Florúz ( Fersenthal ) , hat nebst mehreren anderen Sagen des Fersenthaies auch die vom Jaggl Hçal im „ Bote für Tirol und Vorarlberg " veröffentlicht . Der genannte Lehrer ist ein Luserner und wirkt jetzt an der städtischen Knabenvolksschule in Bozen , wie schon in dieser Zeitschrift ( „ Geschichten aus Lusérn " — oben S . 160 ) erwähnt . — „ Masétn " ( italienisch Maséti ) ist ein kleiner , zur Gemeinde Lavratt ( ital . Lavaron ? ) gehöriger Weiler , ungefähr eine halbe Stunde von Lusern entfernt , während die Entfernung von Masétn nach Lavratt 2 Stunden beträgt . Sprachlich muss Masétn wohl als italienischer Weiler bezeichnet werden ; jedoch die ältesten Leute dieses Weilers sprechen das Cimbrische noch rein und gut als Muttersprache , während die jüngeren es nur vollständig beherrschen , da sie hauptsächlich nur durch den Verkehr mit Lusern dasselbe kennen lernen und anwenden können . — Graselait ist ein dem Weiler Masétn liegender Bergabhang auf der anderen Thalseite , zu Lavraü gehörig — is is gant áus ais Lavrau : wie gemeindlich , so gehört auch in kirchlicher Beziehung Masétn zur Seelsorge Lavrau .
thue den Hund in die Küche , die Katze auf den Herd und den Besen hinter die Thür , und dann ruf ihn wieder und sage :
Ho , Jaggl Hoal ,
Komm , nimm ( ihn ) deinen Teil ! und dann geh und lege dich nieder im Bette , aber schlafe nicht ein , bleibe wachend und bete auch dabei , horche ( um zu sehen ) , was geschieht . "
Und so hat dieses arme Weib gethan . Endlich , als es bald ein Uhr nachts war , kam der Jaggl Hoal und sagte : „ Es ist gut , dass du den Hund in der Küche , die Katze auf dem Herde und den Besen hinter der Thür hast , sonst ( wenn nicht ) würdest du wohl sehen , was ich dir' thäte . " Und dann nahm er sein halbes Weib und ging .
Das arme Weiblein betete und wachte und horchte die ganze Nacht und hat ( te ) alles gehört , was er gesagt und was er gethan hat ( te ) . Morgens stand es auf , aber es war mehr tot als lebendig wegen der Furcht , die es gehabt ha ( te ) , und sagte : „ Nie mehr werde ich rufen den Jaggl Hoal ! "
12 . Dar Púaxwald .
Vor hundart on füxzag jär áus afs Lavráu ís - da gawëst a vatar , bo - da hat gahat zwça sün . Dfsa zwça sün sain gawest bravai , sa hä'm gaarbatat da gánzan tíiga áus az velt on hä'm gaholft sain vatar das méararsta , bó - sa hä'm gamögg .
Baiami dar vatar is darkrankt on gastorbat ; ma vör - dar is gastorbat , hát - ar
12 . Der Buchenwald .
Vor hundertfünfzig Jahren draussen in Lavarone war ein Vater , welcher zwei Söhne hatte . Diese zwei Söhne waren tüchtig , sie arbeiteten die ganzen Tage draussen auf dem Felde und halfen ihrem Vater so gut sie konnten .
Mit der Zeit ( allmählich ) erkrankte und starb der Vater ; aber vor seinem