XXX
1891 fertig geworden war, sowie am Hause des Königs ein solches Dach aus
galvanisiertem Eisen *);
b) Verkleidungen von getriebenem Messingblech und zwar:
ax) am Eingangstor der grossen Mauer an der Vorderseite des Königsviertels,
mit Figuren von Menschen und Pantherköpfen ?),
ß) am Tore des Palaverhauses ©), sowie am Tore des Königshauses, hier
mit Rankenmuster, *)
y) an einem Teile des Dachgebälkes des Palaverhauses °) und des Königs-
1auses ®),
d) an dem Gebälk über der Schlafstätte des Königs ”),
e) endlich war nach F. N. RorTm das Dach des Palaverhauses getragen
von über 100 Pfeilern, die aus an einander genieteten Platten von Bronzeblech
zefertigt waren (sic!)®). Auch hier sind wohl mit Tafeln von Tombackblech ver-
zleidete Holzpfeiler gemeint;
c) die vom Dache des Palaverhauses herabhängende grosse Bronzeschlange ;
‚d) einen Krokodilskopf aus Bronze in der Mitte des Hofes des Palaver-
hauses °).
Es ist demnach anzunehmen, dass die Erzplatten zwischen der Zeit BLOMERT’S
and dem Besuche vAN NYEnDAEL’S von den Stützpfeilern der Gallerien verschwunden
und zum Teil durch Schnitzereien ersetzt worden waren. Das Nämliche gilt von
ı) So F. N. RoTH ib. p. 176 Z.ı. 177 Z. 12. In seinem Tagebuch (ib. App. p. XI Z. 309) gibt er dagegen
ımgekehrt an, das Dach des Königshauses habe aus Ziegeln von Münzmetall bestanden. Der offizielle Bericht (ib.
5. 171) spricht von zwei Eisendächern, am Palaverhause (von galvanisiertem Eisen p. 172 Z. 4) und an einem Teile
jes Königshauses. BACON (p. 173 paen.) erwähnt nur das Dach des Pälaverhauses aus galvanisiertem Ficen
2) F. N. RoTtH ib. p. 175 Z. 24—25.
3) Der. offizielle Bericht (ib. p. 172 Z. 3 v. u.) sagt: “The doors also were covered with embossed brass.
The colour of the 6rass and its bright surface indicated that it had undergone some form of ormolu preparation’.
BACON (p. 174, I) spricht von ‘stamped brass’, F. N. RoTH (p. 177, 2) von brasswork.
4) F. N. RoTH ib. p. 177,8—10. Append. p. XI Z. 38.
5) Ib. p. 172, 4 v. u.: “The supporting beams for the roof were carved with a sennit pattern and covered
with thin brass’. BACON (p. 174, 2): ‘portions of the woodwork of the roof’. F. N. RoTH p. 176, 3: ‘some of the
vafters have been covered with thin brass sheeting on which figures have been punched’. Ebenso schon Lieut.
Xing: ‘Les plafonds [der Audienzhalle] Etaient plats, et les poutres qui les traversaient entoure&es de cuivre
at ornges de diverses figures’ (Journal des Voyages t. XIII, Paris 1822, zitiert bei HAGEN aaO. S. 14, der diese
Worte aber irrig auf Reliefplatten bezieht; die gesperrten Worte sind bei LR p. 165 ausgefallen.
6) F. N. ROTH ib. p. 177, 13—15.
7) BACON (p. 174, 4): ‘The arch-way over the king’s sleeping-place was decorated with stamped brass
and squares of looking-glass’. Der offizielle Bericht p. 173, 2 sagt nur: ‘the beams over the king’s seat or hed
nlace had square patches of looking-glass let into them for decoration‘.
8) Ib. p. 176: “The roof is supported by over a hundred pillars made of bronze sheets rivetted together,
giving a very good effect.’ Die Pfeiler selbst waren doch wohl aus Holz, die an einander genieteten dünnen Bronze-
alatten (bronze sheets) bildeten bloss die Verkleidung. Es handelt sich wohl um dasselbe Metall, das wir in der
Gestalt roher menschlicher Figuren als Verzierung auf Messingarmbändern aufgenietet sehen (s. II 43 und Taf. V Fig. 5).
Auf keinen Fall ist dabei an die gegossenen Reliefplatten zu denken. LING ROTH ‚hat freilich diesen Fehler in
seinem Index gemacht, wo er unter ‘Pillars covered with cast copper, engraved (plaques)’. auf die Beschreibungen
DAPPERS, VAN NYENDAELS und die obige seines Bruders verweist!
9) Ib. D. 172 Z. 4 V. U: