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Volltext: Band: Die Burgen, Klöster, Kirchen & Kapellen Württembergs und der Preußisch-Hohenzollern'schen Landestheile mit ihren Geschichten, Sagen und Mährchen, 2. Band

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XIII. 
Kloster Wiblingen. 
Links über dem Thale der Iller, die hier eine be⸗ 
deutende Krümmung macht, liegt das Pfarrdorf Wib— 
lingen, und etwas höher und freier die ehemalige 
Benediktiner-Abtei dieses Namens. Sie wurde im 
Jahr 10938 von den Grafen Hartmann von Kirch— 
berg und seinem Bruder Otto auf eignem Grund 
und Boden gestiftet. Zuerst wurde der Klosterbau, 
wie der Ulmer Mönch Felix Fabri aus dem 15. 
Jahrhundert berichtet, an einem andern Ort begonnen; 
als aber die Stifter Hartmann und Otto von ihrem 
Kreuzzug nach Jerusalem zurückkehrten, und von den 
Bauleuten vernahmen, daß sich der Bau wegen des 
sandigen Bodens nicht halten koönne, so wurde der 
Bau verlassen und das Kloster an dem Orte erbaut, 
wo es noch jetzt steht. Wirklich ist auch bald hernach 
der Berg, auf dem das Kloster begonnen wurde, ge⸗ 
borsten, und der angefangeue Theil der alten Kirche 
stuͤrzte sammt dem Kirchhofe herab. Das neuerrichtete 
Kloster wurde von St. Blasien aus mit Moͤnchen 
ausgestattet, und im September des Jahrs 1093 
durch Bischof. Gebhard von Constanz zu Ehren des 
heil. Martins eingeweiht. Im Jahr 1098 nahm 
Pabst Urban D. das neugegründete Kloster in seinen 
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VI.
	        
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