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a) kleine, länglich runde, blaue Perle mit Strich-Ornament,
b) länglich-runde Perle.
c) mittelgrosse, flache Perle in Epaulettenform, der Quere nach an dem
Ansatz durchlocht.
d) desgl. flachrunde Perle mit Kreis-Verzierung auf einer Seite.
e) Perle in Beilform, mit geschürfter Schneide, am Stiel — Ende gelocht.
Fig 9
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e, d, à durchlocht.
f) lüngliche, flache, eckige Perle mit Doppel-Kreisverzierung oben und drei-
facher Lochung an der Schmalseite.
g) runde, oben und unten abgeflachte Perle mit Strich-Ornament.
h) kleine, gelochte Muschel. a
i) Perle aus hellblauem Stein, der Länge nach durchlocht, mit Strich-
Ornament.
Meine Eindrücke über Grab Chodshali Nr. 2.
Unter allen, von mir bisher erforschten Gräbern erweckt Nr. 2 in Bezug auf
Beschaffenheit und Ausstattung, ohne Zweifel das grösste Interesse. Wir erhalten
in diesem Brandhügel-Grabe ein recht anschauliches Bild von der Leichenbestattung
durch Feuer, wie sie in dieser Gegend gebräuchlich war. Der Aufbau des Grab-
hügels ist sehr gut wahrzunehmen, denn seine einzelnen Schichten heben sich
deutlich von einander ab. Die Basis des Hügels bildet eine natürliche Boden-
erhebung aus gelbgrauem Sande. Eine miichtige Kies-Aufschüttung lagert sich
über dieselbe hin, die wiederum von einer sehr starken Aschenschicht, bezw. einer
dicken, mehr oder minder verkohlten Balkenlage bedeckt ist. Ueber dieser wolbt
sich der Gipfel des Hügels, aus Schwarzerde mit Rollsteinen bestehend.
Die meisten Fundobjecte ‚entstammen den unteren Theilen der Aschenschicht,
die sich bogenfürmig durch den ganzen Hügel hinzieht, doch wies auch der unterste
Sandgrund solche auf (Nr. 9—13). Lange suchte ich vergebens nach mensch-
lichen Ueberresten, bis ich endlich an der südóstlichen Seite des Hügels eine
3 Fuss dicke Schicht von Urnenresteh, letztere fast alle mit Leichenbrand, und
dabei auch einen Menschenzahn entdeckte. An Thier-Ueberbleibseln wurden dem
Grabe riesige Massen entnommen; ich konnte Reste vom Wisent, Pferd(?) und
Hund feststellen, doch waren auch die anderer, mir unbekannter Thiere darunter,
zu deren näherer Bestimmung ich hier leider keine Gelegenheit habe. Besonderes
Interesse dürften wohl die deckelartigen Zierrathe auf dem Wisent-Schädel er-
regen. Wenn schon in fast allen Hügelgrübern dieser Gegend Ueberresie dieses
Thieres in Menge vorkamen, so war es doch bislang nicht möglich, etwas
anderes aus diesen Funden zu folgern, als dass dieselben Thieren angehört haben
müssen, die, wie angenommen wird, den Todten zu Ehren als Jagd-Trophäen mit
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