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Volltext: Münchner Beiträge zur Völkerkunde, 2.1989

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Abb. 1 Trockenmauerwerk des Tempels von Samsara. Es besteht aus präkambrischen Bruchstei­ 
nen, vor allem Schiefer und Gneis, die in zeitaufwendiger Arbeit aufgeschichtet worden waren 
werden konnte. Bei al-Masägid, das rund 15 km vom nächsten Kalkvorkommen entfernt 
liegt, dürfte der Transport ernsthafte Probleme aufgeworfen haben. Selbst für die motori­ 
sierten Stammesleute der Region war die Verlagerung der sehr großen Kalkmonolith­ 
pfeiler vom Tempel zu ihren Häusern eine nur mit letztem Einsatz zu lösende Aufgabe 
gewesen, von der sie heute noch gerne erzählen. Allein die Tatsache, daß die Sabäer 
dieses mühsame Heranschaffen von Kalkquadern auf sich nahmen, zeigt, wie ungeeignet 
die Schiefer und Gneise für Stützkonstruktionen waren. Sie macht aber auch deutlich, wie 
beliebt bereits zu dieser Zeit der mesozoische Kalk der Gibäl Balaq als Baustein war. 
Die beiden Tempel von Samsara und al-Masägid aus der ersten Hälfte des 1. Jahrtau­ 
sends v. Chr. sind nicht die einzigen Baureste aus präkambrischem Gestein. Auch bei den 
frühislamischen Wasserverteilern von Ral;läba sind die lokalen Gneise und Schiefer als 
Baumaterial eingesetzt worden (Brunner 1984: 2). Allerdings ist die Qualität des Mauer­ 
werks viel schlechter als bei den frühsabäischen Tempeln. 
3. Mesozoische Gesteine 
Einen umfassenden Einblick in die mesozoischen Ablagerungen, die insgesamt der cAm­ 
rän-Serie zugerechnet werden, gestatten die steilen Flanken der Gibäl Balaq, insbeson­ 
dere an ihrem Abfall zur Klus des Wädi Dana. Hier kann deutlich die Transgression des 
jurassischen Meeres auf das präkambrische Grundgebirge beobachtet werden. Sie beginnt 
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