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Abb. 1 Trockenmauerwerk des Tempels von Samsara. Es besteht aus präkambrischen Bruchstei
nen, vor allem Schiefer und Gneis, die in zeitaufwendiger Arbeit aufgeschichtet worden waren
werden konnte. Bei al-Masägid, das rund 15 km vom nächsten Kalkvorkommen entfernt
liegt, dürfte der Transport ernsthafte Probleme aufgeworfen haben. Selbst für die motori
sierten Stammesleute der Region war die Verlagerung der sehr großen Kalkmonolith
pfeiler vom Tempel zu ihren Häusern eine nur mit letztem Einsatz zu lösende Aufgabe
gewesen, von der sie heute noch gerne erzählen. Allein die Tatsache, daß die Sabäer
dieses mühsame Heranschaffen von Kalkquadern auf sich nahmen, zeigt, wie ungeeignet
die Schiefer und Gneise für Stützkonstruktionen waren. Sie macht aber auch deutlich, wie
beliebt bereits zu dieser Zeit der mesozoische Kalk der Gibäl Balaq als Baustein war.
Die beiden Tempel von Samsara und al-Masägid aus der ersten Hälfte des 1. Jahrtau
sends v. Chr. sind nicht die einzigen Baureste aus präkambrischem Gestein. Auch bei den
frühislamischen Wasserverteilern von Ral;läba sind die lokalen Gneise und Schiefer als
Baumaterial eingesetzt worden (Brunner 1984: 2). Allerdings ist die Qualität des Mauer
werks viel schlechter als bei den frühsabäischen Tempeln.
3. Mesozoische Gesteine
Einen umfassenden Einblick in die mesozoischen Ablagerungen, die insgesamt der cAm
rän-Serie zugerechnet werden, gestatten die steilen Flanken der Gibäl Balaq, insbeson
dere an ihrem Abfall zur Klus des Wädi Dana. Hier kann deutlich die Transgression des
jurassischen Meeres auf das präkambrische Grundgebirge beobachtet werden. Sie beginnt
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