3
sein Amt als Schatzmeister nach zwei Jahren niedergelegt. Wir dan-
ken ihm an dieser Stelle nochmals sehr herzlich für die Arbeit, die
er zwischen 2015 und 2017 für den Fachverband geleistet hat. Neu
ins Team bzw. in das Amt des Schatzmeisters wurde im Rahmen der
Mitgliederversammlung Thomas Stodulka gewählt, der sich Ihnen
in diesen Mitteilungen vorstellen wird.
Die Wiederwahl in den Vorstand bzw. Beirat der DGSKA ermöglicht
es uns, in den kommenden beiden Jahren eine Reihe von Themen
und Projekten weiterzuführen, die wir bereits in der ersten Periode
unserer Amtszeit angestoßen haben. Hierzu gehört zum einen die
weiterhin intensive Befassung mit Fragen der Forschungsethik und
des Forschungsdatenmanagements. Im Rahmen der Mitgliederver-
sammlung in Berlin wurde ein Arbeitskreis „Ethikbegutachtungen“
(bestehend aus Thomas Kirsch, Michael Schönhuth und Anita von
Poser) eingesetzt: Dieser wird bis zur Mitgliederversammlung 2019
einen Entwurf für eine Handreichung für Ethikkommissionen aus-
arbeiten, die eine Anleitung für die Begutachtung ethnologischer
bzw. sozial- und kulturanthropologischer Forschungsprojekte
geben und auf die spezifischen Arbeitsweisen unseres Faches auf-
merksam machen soll. Vertreter�innen des Vorstands und Beirats
werden zudem weiterhin eng mit dem Fachinformationsdienst
Sozial- und Kulturanthropologie zusammenarbeiten und an dessen
Workshops – bzw. den mit der Thematik verbundenen Veranstal-
tungen der Deutschen Forschungsgemeinschaft – teilnehmen. Ziel
ist es, innerhalb der kommenden beiden Jahre – analog zum Thema
Ethikbegutachtungen – eine erste Positionierung unseres Fachver-
bands zum Thema Forschungsdatenmanagement zu erarbeiten,
die im Rahmen der Fachtagung 2019 in Konstanz vorgestellt und
diskutiert werden soll.
Zum anderen wird die intensive Vernetzung unseres Fachs an den
Universitäten mit dem Humboldt Forum sowie die Stärkung des
Themas „Ethnologische Museen / Sammlungen“ aus dem Fachver-
band heraus eine wichtige Rolle spielen. Im Juli 2017 hatten wir vom
Vorstand aus einen Brief an Monika Grütters, die Staatsministerin
für Kultur und Medien, verfasst, in dem wir die fehlende Einbindung
ethnologischer Fachperspektiven in das Projekt des Humboldt
Forums kritisierten. Unsere Forderung nach einer umfassenden
Einbindung der Disziplin in das Vorhaben formulierten wir des Wei-
teren bei einem Treffen des Vorstands mit der Gründungsintendanz
des Humboldt Forums im November 2017.
Ein Ergebnis des Treffens im November war die generelle Aner-
kennung der Bedeutung ethnologischer Fachperspektiven für
das Humboldt Forum durch die Gründungsintendanz und die
Verabredung zu einem regelmäßigen Dialog mit dem Fachverband
hinsichtlich künftiger Kooperationen. Auf dieser Basis werden wir