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Volltext: Zeitschrift für Ethnologie, 18.1886

(304) 
ebene, 3 cm breit, 2 lang, etwa 3 cm hinter der vorderen Haargrenze; die a 
findet sich links über der Augengegend, etwa 2 cm im Durchmesser, etwas wer 
nach vorn als die erste; eine schmale Fortsetzung der runden, kraushaerif 
Fläche schiebt sich bis zur Haargrenze vor. Weder bei dem Vater noch bel det 
Mutter oder den Geschwistern — 3 zur Zeit 
ersten Untersuchung — ist etwas ähnliches = 
sehen. Nach Angabe der Eltern sollen auch dere? 
Geschwister und Eltern sämmtlich schlicht bebes 
sein. Der Vater hat schwarzes, die Mutter pros 
Haar; die Haarfarbe sämmtlicher Kinder gle 
mehr der Mutter; nur eines derselben, ein Mädoh®” 
von etwa 3 Jahren, zeigt leicht wellige, keinesweg® 
krause Beschaffenheit. 
Gelegentlich einer weiteren Untersuchung de 
Knaben, die anderthalb Jahre nach Entnahm® der 
Haarproben und Aufnahme einer Skizze durch D 
stud. med. Ebeling vorgenommen wurde, s 
sich eine Aenderung insofern, als die Haarfarbe 
den schlichten Partien entschieden dunkler geword® 
ist. Es war leider nicht müglich, Proben st" ? 
nehmen, wei! der Knabe zur Zeit ganz kur " 
schoren ist. Der fast 8 Jahre alte Knabe hat noch sümmtliche Milchzáhne; f 
im Uebrigen seinem Alter entsprechend wohlgebildet und geistig entwickelt. 
Kopfbildung zeigt insofern eine Verschiedenheit von den Geschwistern, als der 
Stirn etwas schmal, — abweichend von dem allgemeinen Typus der Gegend, — is 
ganze Kopf hoch erscheint; der Knabe soll dem Vater mehr als der Mutts? 4 
dieser Hinsicht gleichen. Ein fünftes, seit der ersten Uetersuchung geborenes p " 
zeigt ebensowenig als die drei anderen Geschwister eine áhnliche Bildung, hat 7} 
mehr gleich den Eltern schlichtes Haar. 
Bei dem Mangel irgend welcher erklüárenden Nachrichten bildet unsere De 
achtung zunächst ein nicht uninteressantes Curiosum.  Ausdrücklich kann ? he 
werden, dass locale Veränderungen, bez, Narbenbildungen, welche eine patholog® 
Beeinflussung des Haarwuchses bedingen konnten, nicht vorhanden sind, auch " 
kaum eine so weit greifende Deviation des Haarwuchses in Farbe und Anord 
der Haare erklären könnten. Die Haare der krausen Stellen sind feiner, aber pet 
gestellt, ala die der glatthaarigen; die Abgrenzung beider Gebiete ist eine 99 "m 
Wir müssen uns darauf beschränken, zunächst auf eine Erklärung zu verzich ich 
da die einzig mögliche Annahme nach Lage des Ermittelten die ist, dass es , 
um einen circumscripten Rückschlag auf eine in der Genealogie des Kindes jeden” 
falls ziemlich entlegene Behaarungsform handelt. 
Verbesserung. Be- 
Hr. Dr. O. Frankfurter hatte sich (1885 Verhandl. S. 516) bezüglich der 9i 
deutung des Namens der kleinen behaarten Siamesin (s. auch a. a. O. S. 241) Pb 
abschliessend ausgesprochen, schreibt mir jedoch nun d. d. Bangkok, 16. Mal: tiet 
kann Ihnen jetzt mittheilen, dass der Name des haarigen Müádchens wirklich Mu 
Bart ist.“ Ç . "V 
Zu gleicher Zeit macht Hr. Frankfurter auf 2 Druck- (oder Schreib-) 
in der betreffenden Notiz aufmerksam: 
S. 516 Zeile 2 von unten muss es heissen: ,hart* statt ,Bart*, und m 
yw 917 , 15 , »  »Jedes neue Amt, das* statt: Jeder Name ao aget
	        
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