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Objekt: Niedersächsisches Bauerntum

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Liebe zu einem bestimmten Beruf steckt all diesen Leuten 
im Blut, es ist ein Vermächtnis vom Vater auf den Sohn, 
das sich von einer Generation auf die andere vererbt. 
Ähnlich verhält es sich mit dem Beruf des Koppel- 
knechtes; wenn auch die Koppelknechte immer seltener wer 
den, so sind sie doch zahlreicher in unserer Zeit vorhanden, 
als man eigentlich annehmen müßte. 
In den beiden Ortschaften Osterwald, Kreis Neu 
stadt a. Rbge. und Langenhagen bei Hannover widmete 
sich in früherer Zeit die ganze männliche Bevölkerung 
dem Beruf eines Koppelknechtes. Die große Neigung zu 
diesem Beruf und der Wille, sich ihm zu widmen, hat sich 
bis heute erhalten, nur gehen die Koppelknechte heute, 
da das Inland ihnen keinen genügenden Erwerb mehr 
bietet, viel ins Ausland, z. B. nach Belgien. 
Die Koppelknechte waren nur vom Herbst bis Ostern 
in ihrem Beruf tätig, den Sommer brachten die vielfach 
verheirateten Leute in ihrem Heimatsorte zu und führten 
ihre kleinen Wirtschaften, die unverheirateten waren auf 
Bauernhöfen tätig oder suchten sich während dieser Zeit 
ihren Lebensunterhalt in einem anderen ihnen zusagenden 
Beruf. 
Im Herbst fanden die großen Füllenmärkte in Ost 
friesland statt, die großen Pferdehändler von Düffel in 
Wittmund, Christians in Jever und Schmidt in Langen 
hagen beschäftigten eine große Anzahl von Koppelknechten; 
die auf den ostfriesischen Märkten aufgekauften Füllen 
gingen meist nach der Provinz Sachsen. 
Nach Beendigung der Martinimärkte in Hannover 
und Hildesheim gingen die Koppelknechte wieder auf kurze 
Zeit nach Hause, dann zogen sie wieder nach Wittmund 
und Jever, um zahlreiche ostfriesische Pferde in Empfang 
zu nehmen. Auf dem „Heiligendreikönigsmarkt" zu Han 
nover vereinigten sich die vielen Koppelpferde, noch ver
	        
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