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fullscreen: Mitteilungen der Anthropologischen Gesellschaft in Wien, 3.F. 6=36.1906

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gründlich“, hat mich noch immer zu guten Erfolgen geführt. Ist einmal eine zuver- 
lässige Grundlage geschaffen, dann .Jäßt sich leicht und mit Sicherheit in ausgedehnteren 
Gebieten weiterarbeiten. 
Se. Exzellenz Herr Geheimrat Dr. Karl Theodor v. Inama-Sternegg, der 
gewiegte Kenner der ethnographischen Verhältnisse Tirols, riet mir, zu meinen For- 
schungen die Gegend von Stams im Oberinntale zu wählen. Ich fühle mich Sr. Ex- 
zellenz hiefür zu wärmstem Danke verpflichtet. Ich fand dort nicht nur eine reiche 
Ausbeute der verschiedensten Entwicklungsstufen des Bauernhauses in nächster Nähe, 
sondern auch in Hinsicht auf die Dorffluren, von denen einzelne aufzunehmen ich 
mir vorgenommen hatte, hätte ich es in einer anderen Gegend wohl nicht besser 
treffen können. Das Gebiet, auf dem ich mich bewegte, war der Steuerbezirk Silz, 
vornehmlich das auf dem rechten Ufer des Inn gelegene Gelände, auf dem sich die 
Gemeinden Stams und Rietz mit ihren Weilern Windfang, Haslach, Holzleiten, Thann- 
-ein und Staudach ausbreiten, und das Mieminger Plateau, welches etwa 200 m über 
dem linksseitigen Innufer liegt. 
Die Frucht meiner Arbeit findet sich in nachstehendem niedergelegt. 
A. Das Haus. 
1. Haus Nr. 33 in Windfang. 
Das Haus, mit dessen Besprechung ich beginne, liegt unter der Nummer 33 im 
Weiler Windfang. Es ist Eigentum des Johann Cristl, „beim Andre“. Das Haus wurde 
im Jahre 1654 erbaut. Abb. 1 zeigt die nach Norden gekehrte Giebelseite als Haupt- 
front. Das Haus ist zweigeschossig. Das Erdgeschoß besteht aus steinernem Mauer- 
werk, das sorgfältig verputzt und geweißt ist. An den Kanten des Hauses und um 
die Fensteröffnungen haben sich Reste von einfacher Bemalung erhalten, die dort die 
Imitation von Quadern bildet, hier steinerne Umrahmung nachahmt. Die Stärke der 
Außenmauern beträgt 63 cm, die der Innenmauern 60cm. Das Haus ist nicht unter- 
kellert, doch so hoch angelegt, daß an seiner Vorderseite vier Stufen zur Haustüre, 
die 1'02 m breit ist, emporführen. Die Räume des Erdgeschosses leiden infolgedessen 
nicht an Grundfeuchtigkeit. Das Obergeschoß besteht aus Zimmerwerk. Es ist im 
Abb. 1. Nordseite des Hauses’ Nr. 33 in?Windfang.
	        
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