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Volltext: Zeitschrift für Ethnologie, 13.1881

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wärtig, und lag sein Wasserspiegel anderhalb Meter niedriger. Auch war er von 
Buschwerk und Wasserpflanzen so überwuchert, dass man ihn für völlig verschlammt 
halten musste. Die Ausräumung wurde im selbigen Jahre begonnen und im folgen- 
den (1827) beendigt. Bald ergab sich die grosse Tiefe der Quellen und die Un- 
müglichkeit einer Trockenlegung des Teiches. Es musste daher eine Ausbaggerung 
des Grundes stattfinden. Diese wurde in folgender Weise bewirkt: Es wurden an 
allen vier Seiten jeder einzelnen Quelle (etwa 3 m im Quadrat) Reihen langer 
Tannenstangen in den Grund gerammt, an diesen über der Wasser-Oberflüche Quer- 
stangen befestigt und auf diese Bretter aufgelegt. Die auszubaggernde Stelle blieb 
jedoch frei. Die Arbeiter stellten sich auf die Bretter und holten den im Teich 
befindlichen Niederschlag mit an langen Stangen befestigten Netzen empor, die die 
Gestalt von Schmetterlings-Netzen hatten. Die Bügel des Netzes waren rund, etwa 
2 Fuss im Durchmesser, aus starkem Eisen gearbeitet, das Netz selbst mit eisernen 
Ringen an den Bügeln befestigt und aus starken hanfnen Strickchen mit dichten 
Maschen geflochten. Die Arbeiter bohrten diese Netze in die Tiefe, drehten sie 
dort so lange herum, bis sie mit Niederschlag der Quellen gefüllt waren, und zogen 
sie dann empor. 
Schon bei der ersten Anlage der gedachten Baggergerüste wurde eine sellsame 
Entdeckung gemacht. Am Ende einer in den Teich sich erstreckenden (jetzt nicht 
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mehr vorhandenen) auf der beigefügten Handzeichnung mit A bezeichneten Land- 
zunge stiess man in geringer Tiefe unter der Oberfläche des Wassers bei B auf 
roh behauene, in den Teichgrund eingetriebene Balken oder Pfähle von Eichenholz. 
Dieselben waren theilweise von ziemlich starken Dimensionen (circa 2 Fuss im 
Durchmesser), das Holz meist wohl erhalten und von kohlschwarzer Farbe. Mein 
Vater hat sie herausnehmen lassen. Aus dem besterhaltenen Holze sind zwei Tische 
angefertigt, beide tiefschwarz, der eine massiv, der andere mit Fournir aus dem 
Pfahlholze. Die Zahl der Pfähle vermag ich nicht anzugeben. 
Beim Ausbaggern der Quellen kamen bald weitere Gegenstände zum Vorschein, 
welche die Aufmerksamkeit meines Vaters auf sich zogen und ihn veranlassten, sie 
zu sammeln und aufzuheben. Zunächst waren es Ueberreste vorweltlicher Thiere, 
Bruchstücke von Auerochsen-Hörnern, ferner Bruchstücke von Hirschgeweihen 
und in grosser Zahl Eberzähne. Sodann fanden sich Bruchstücke irdener Gefässe 
von fremdartiger Gestalt und augenscheinlich hohem Alter. Endlich kamen zwei 
fast unversehrte, aus Thon gebrannte Gefässe zum Vorschein und mit ihnen zwei 
Stücke aus Bronze-Metall. Alle diese Gegenstände sind, wie bemerkt, im Teiche 
in der Tiefe und im Niederschlage der Quellen gefunden. 
Etwa sechzehn Jahre später liess mein Vater die obengedachte Flusswiese an- 
legen und zu diesem Zwecke das an dessen östlicher Seite belegene Terrain ab- 
tragen. Bei dieser Gelegenheit stiessen die Arbeiter in einer Entfernung von etwa 
30 Schritt vom Ufer des damals noch kleineren Teiches und etwa 3 Fuss unter der
	        
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