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Volltext: Zeitschrift für Ethnologie, 42.1910

Entwicklung der römischen Schnellwage. 
50. 
5 
und wurde in der Saalburg ausgegraben, entstammt also dem dritten Jahr- 
hundert!) unserer Zeitrechnung. Wir sehen an ihr, wie vollkommen die 
Römer den Bau.der Wagen beherrschten; in meinem Vortrage von 1900 
wies ich darauf schon hin. Noch deutlicher wird uns dies bei Betrachtung 
von Schalenwagen, die als römisch zu betrachten sind, obgleich ihre Ent- 
stehung weit in die nachehristlichen Jahrhunderte hinaufreicht. Diese 
Wagen, von denen Abb. 15 eine zeigt, sind sorgfältig gebaut und kon- 
struiert. Die Balken lassen sich, um sie zu verkürzen, zusammenlegen 
und finden dann mit den Gewichten in den beiden halbkugelförmigen 
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Von der Seite gesehen. 
Abb. 12. Chronologische Reihe aller Wagenküpfe. Erster Teil. 
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Ansicht von oben. 
Von der Seite gesehen. 
Abb. 13. Chronologische Reihe aller Wagenküpfe. Zweiter Teil. 
Wageschalen Platz. Zwei dazu gehörige. weitere halbkugelförmige Schalen 
mit Scharnier und Schloss nehmen dann die zusammengelegte Wage auf, 
und sie lässt sich bequem. transportieren. Wir haben es also mit Reise- 
Wagen zu tun, die besonders in den nordischen Küstenländern viel in Ge- 
brauch gewesen zu sein scheinen. Wir sehen davon ab, eine ausführliche 
Beschreibung zu geben und bemerken nur, dass Prof. Kruse in Dorpat 
Sehon 1842?) derartige Wagen ausführlich beschrieb. Die in Abb. 15 ab- 
gebildete Wage wurde in Esthland gefunden; in der prähistorischen Ab- 
1) Die Saalburg wurde 260 nach Christus zerstört. 
2) Über die in Liv-, Kur- und Esthland unter den Necrolivonieis gefundenen Wagen 
und Gewichte. Dorpat 1842. 
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