Volltext: Zeitschrift für Ethnologie der Deutschen Gesellschaft für Völkerkunde und der Berliner Gesellschaft für Anthropologie, Ethnologie und Urgeschichte, 115.1990

   
  
  
   
   
  
   
  
   
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
   
     
Hans Rhotert + 
1900-1991 
Jürgen Zwernemann 
Dieselweg 85, D—2105 Seevetal 3, Deutschland 
Abstract. Dr. phil. Hans Rhotert died on February 13th 1991 in Traunstein, Bavaria. He was born on Sep- 
tember 20th 1900 in Hannover. After finishing school and participating in World War One he studied in 
Freiburg/Breisgau and Munich where he got his degree in 1927. About 1932 Rhotert became member of the 
Research Institute of the Morphology of Cultures headed by Leo Frobenius. In 1933 and 1934/35 he partici- 
pated at two field researches on petroglyphs in Libya, Egypt and Jordania (where he also worked on pre- 
history). Serving again in World War Two he returned from war captivity for working free lance during the 
next years. 1957-1970 Rhotert was director of the Linden-Museum, Stuttgart. 1962/63 he spent again in 
Libya, doing field research on petroglyphs, the subject on which he published his most important works. 
Twice, 1959-1963 and 1966-1967, he was chairman of the German Society for Ethnology. 
Am 13. Februar 1991 verstarb in Traunstein der ehemalige Direktor des Linden-Mu- 
seums Stuttgart und langjährige Vorsitzende der Deutschen Gesellschaft für Völker- 
kunde Dr. phil. Hans Rhotert. 
Hans Rhotert wurde am 20. September 1900 in Hannover geboren. Nach Schulbe- 
such und Notabitur im Juli 1918 tat er bis Januar 1919 Dienst als Marinesoldat. Gleich 
nach seiner Entlassung nahm er sein Studium in Freiburg auf. Dort blieb er bis zum 
Ende des Wintersemesters 1919/1920 und studierte danach in München. Im Sommer- 
halbjahr 1924 mußte er das Studium unterbrechen, „nachdem es schon im vorange- 
henden Winterhalbjahr durch Arbeit in einem philosophischen Verlage eingeschränkt 
war“!, Hans Rhotert schlof sein Studium 1927 mit der Promotion ab. Seine Disserta- 
tion befaßt sich mit dem Werk von Ephraim Moses Kuh, einem unbedeutenden Dich- 
ter, der von 1731 bis 1790 lebte und im Hauptberuf Kaufmann war, aber u. a. Kon- 
takte zu Moses Mendelssohn und G. E. Lessing hatte.? Leider gibt Rhotert im Lebens- 
lauf am Ende seiner Dissertation nicht an, welche Fácher er studiert hat. Wohl aber 
führt er seine Hochschullehrer auf, und mit Hilfe verschiedener Ausgaben von „Mi- 
nerva — Jahrbuch der gelehrten Welt? làfit sich nachweisen, welche Fácher von den 
Herren vertreten wurden. Danach studierte Rhotert vor allem Deutsche Literaturge- 
schichte, Philosophie und Pädagogik. Er hörte aber auch Englische Philologie, Ge- 
  
! Vgl. Lebenslauf am Ende der Dissertation. 
^ Hans Rhotert: Ephraim Moses Kuh. Phil. Diss. München 1927. 
? Mir standen die Jahrgánge 1920, 1925, 1926 und 1928 zur Verfügung. 
Zeitschrift für Ethnologie 115 (1990) 3-7 © 1992 Dietrich Reimer Verlag
        

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