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Volltext: Baessler-Archiv, 6/9.1922/25

154 CARL SP1ESS: DER LEGBA-KULT IN SEINEN VERSCHIEDENEN FORMEN AN DER WESTAFRIK. KÜSTE 
Die Zusammenstellung der Dzo-Aweliwo in dieser 
Weise besagt, daß aus der Verbindung der männlichen mit 
den weiblichen Aweliwo Kinder hervorgegangen sind, die 
in den kleineren der Legbawo uns entgegentreten. 
Anders dagegen verhält es sich, wenn, wie das letzte 
Bild zeigt, ein großer und kleiner männlicher Legba zu 
sammenstehen. Dann ist der kleine Legba der Bote oder 
Diener des großen. Dem Diener wohnen ebenfalls magi 
sche Kräfte inne. Die Kalebasse auf dem Kopfe des Ahö- 
neza gilt als Opferschale, aus denen beide ihr Teil neh 
men. Bei der Herstellung dieser Legbawo wird ein Ziegen 
bock in die Erde gelegt. Durch Hühner- und Ziegenblut, wie Palmöl, das der Priester über 
die Legbawo schüttet, sucht er sich den in ihnen wohnenden Geist willig und geneigt zu 
machen. — Aus diesem Verhältnis zu den Legbawo erklärt sich der große Einfluß der Prie 
ster, Zauberer und Wahrsager auf ihre 
Legbavi eines Priesters (im Volta-Dreieck der 
Goldküste). 
15. Avveliwo in einem Prieslergehöfie im Anlo-Gebiete (Qoldküste). 
16. Ahoneza-Legba und sein Diener (Goldküste.)
	        
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