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schen Fortschrittsfetischismus ist wahrscheinlich der offenbar unaufhaltsame Zwang, alles zu
machen, was man machen kann, alles zu machen, nur weil man es machen kann, und wenn es
der größte Schwachsinn ist, wie ein Schaf zu klonen oder die Atombombe zu bauen.
So ist es also grotesk und vielleicht eine kleine, sehr feine Ironie des Weltgeistes, dass er
gerade jene Kunst der anderen, die Kunst von außen, die Kunst derer, die die Progression nicht
als ( womöglich wesentliches ) Qualitätsmerkmal verstehen, sozusagen in den Dienst der Fort-
schrittsideologie der abendländischen Kunstanschauung als ein Mittel eben des Fortschritts,
den die »anderen« nicht kennen, verwendet hat. So wird wenigstens zeitweilig und teilweise
unser so fest gefügtes Verdikt gegen das »Unzeitgemäße« heimlich von außen aufgehoben und
außer Kraft gesetzt. Die Progressisten merken es nicht.
Da taucht aber eine Frage auf: geht das ewig so weiter? Steht uns immer – etwa – ein Exo-
tismus zur Verfügung, der uns aus der Sackgasse führt? Gibt es für diese kulturgeschichtliche
Weltbewegung ein Ziel? In den nachgelassenen Fragmenten vom November 1887 hat Nietz-
sche geschrieben: »Wenn die Weltbewegung einen Zielzustand hatte, so müsste er erreicht
sein.« Und er hält sie, die Bewegung, daher für widerlegt. Ob er recht hatte? Der Exotismus,
der hier in dem Haus eine Heimstatt hat, kann uns anregen, auch darüber nachzudenken.